Einladung: Letzte Lesung am 18. Februar, 19 Uhr, in der Johanneskirche

Wir laden für Dienstag, 18. Februar, 19 Uhr, zur Lesung aus dem Buch „Draußen sein“ in die Johanneskirche ein. Die beiden Autorinnen Stefanie Kaufmann und Janna Lichter stellen Lebensgeschichten von obdachlosen Menschen in Düsseldorf vor, und die Porträtierten selbst gestalten die Lesung mit eigenen Beiträgen mit: Uwe spielt Klavier, Sandra liest eigene Gedichte und Markus seine Geschichte vor. Die Veranstaltung bildet den Abschluss für das erfolgreiche, ehrenamtlich organisierte Projekt „Draußen sein“. Die gesamten Einnahmen gehen an die BürgerStiftung Düsseldorf, die das Geld an die Einrichtungen in der Stadt verteilt, die mit Obdachlosen arbeiten. 

Entstanden ist das Projekt „Draußen sein“ aus dem Engagement der Autorinnen für den Gute-Nacht-Bus in Düsseldorf. Die Geschichten, die die Menschen ihnen nachts auf der Straße erzählt haben, fanden die Journalistin und die Fotografin so bewegend, dass sie sie aufschreiben und in Bildern festhalten wollten. Zumal viele Menschen die Helfer am Bus immer wieder fragen, warum es in einem so reichen Land wie Deutschland überhaupt Obdachlose gibt? Das zu erklären anhand von persönlichen Beispielen wurde das Ziel des Buches „Draußen sein“. Dafür haben die Autorinnen neun Menschen aus Düsseldorf zwei Jahre lang begleitet.

Das Buch erschien am 5. Dezember 2018 und hat sich so gut verkauft, dass nach wenigen Monaten die zweite Auflage erschien. Stefanie Kaufmann und Janna Lichter organisierten vom Design bis zum Vertrieb alles selbst – ohne Verlag. Die BürgerStiftung Düsseldorf finanzierte den Druck der ersten Auflage und erhält nun die Einnahmen zu 100 Prozent mit deutlichem Gewinn zurück.

Die porträtierten obdachlosen Menschen erfuhren durch das Projekt viel Aufmerksamkeit. Sie wurden in der Stadt erkannt und angesprochen. Das hat allen gut getan. Den meisten geht es heute besser. Nicki hat seit einem halben Jahr wieder einen Job, Rolli seit einigen Wochen wieder eine eigene Wohnung, Sandra hat einen eigenen Gedichtband veröffentlicht, Uwe ein Konzert vor 100 Leuten gespielt, und alle haben mit ihrem Einsatz entscheidend zum Erfolg des Projektes beigetragen.